Lerninhalte

Des Ausbildungszentrums für Hundetrainer in Ostwestfalen-Lippe

Lerninhalte des Ausbildungszentrums für Hundetrainer in Ostwestfalen-Lippe
Neue Themen ab September 2014 unter anderem: „Des Trainers Hunde Teil 1 und 2“, “Mehrhundehaltung“ und „Lerntheorie in der Praxis“

Auszüge aus unseren Lerninhalten:

Lerntheorie / Teil 1 und 2
Einführung in die theoretischen und praktischen Grundlagen des Lernverhaltens von Hunden – Lerntheorien sind Modelle und Hypothesen, anhand derer Lernvorgänge psychologisch beschrieben und erklärt werden sollen. Der komplexe Vorgang des Lernens wird mit möglichst einfachen Prinzipien und Regeln erklärt. Konditionierung, Verstärkung, Generalisierung, Löschung, Sättigung, Lernformen, lernähnliche Prozesse und vieles mehr. Am zweiten Tag (im Praxisteil) wird die gelernte Theorie angewandt und ein sicheres Zuordnung vermittelt.

Ausdrucksverhalten und Kommunikation des Hundes / Teil 1 und 2
Die verschiedenen Möglichkeiten der innerartlichen Kommunikation z. B. Übersprungshandlungen, aktive und passive Unterwerfung, Imponierverhalten, offensives und defensives Drohen, Spielverhalten und die vielen anderen Ausdrucksmöglichkeiten des Hundes werden an diesen beiden Seminartagen vermittelt. Will der wirklich „nur spielen“? Feinheiten der innerartlichen Kommunikation von Hunden. Wie verständigen sich Hunde untereinander? Die Kommunikation zwischen Mensch und Hund wird ebenfalls ausführlich beleuchtet. Videoanalysen Mensch-Hund und Hund-Hund sind unverzichtbarer und fester Bestandteil des Unterrichts an diesen beiden Tagen.

Aggressionsverhalten / Teil 1 und 2
Das Aggressionsverhalten und die verschiedenen Formen sind an diese beiden Tagen unser Thema. Wozu dienen die verschiedenen Formen der Aggression, wie kann man diese klar voneinander abgrenzen und durch Training beeinflussen? Ein ganz wichtiges Thema, da es besonders in diesem Bereich zu vielen Fehlern und Missverständnissen in der Kommunikation zwischen Mensch und Hund kommen kann. Auch das innerartliche Aggressionsverhalten unserer Hunde begegnet uns ständig im Alltag. Die Begegnung zweier Hunde bringt oftmals Konflikte mit sich. Besonders der Thematik der Leinenaggression begegnet man als Trainer besonders häufig. Die Hintergründe zu verstehen, macht es einfacher, ein individuell passendes Trainingskonzept aufzustellen.

Angst und Stress beim Hund
Wie erkenne ich einen ängstlichen Hund? Und was ist eigentlich ein Trauma? Wird Angst anders behandelt als eine Phobie, und was ist eigentlich genau der Unterschied? Wir alle wissen, was eine eingezogene Rute bedeutet und dass Zähne fletschen auch Angst zur Ursache haben kann. Aber was ist eigentlich eine Piloarrektion? Angst und ihre Verwandten Stress, Unsicherheit oder Trauma können viele Gesichter haben – und was genau steckt eigentlich dahinter, wie erkenne ich was und wie sieht die dazugehörige Therapie dann aus? Anhand von Fotos und Videoaufnahmen setzen wir uns mit dem großen Thema “Angst/Stress beim Hund” auseinander.

Das Jagdverhalten von Hunden
Wir beschäftigen uns mit dem Jagdverhalten von Haushunde. Woran erkennt man Jagdverhalten im Ansatz, welche Sequenzen gehören dazu und wie weit kann man dieses kontrollieren, umlenken, abbrechen oder sogar nutzen. Durch die eigenen Hunde werden wir verschiedene Jagdtypen kennenlernen und beschäftigen uns eingehend mit diesem Thema sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.

Verhaltensbeobachtung
Die Kunst zu beobachten und Verhalten wertneutral und objektiv zu umschreiben, zu definieren und Rückschlüsse daraus zu ziehen will gelernt sein, denn ein geschultes Auge sieht mehr. Im Alltag unterliegen wir ab und zu Trugschlüssen und unsere ganz persönliche Realität und der Blick auf einen “Problemhund” können durchaus ganz anders aussehen als die Wahrnehmung unserer Kunden. Warum das so ist und wie wir durch verschiedene Methoden der Verhaltensbeobachtung unsere objektive Wahrnehmung schulen können, üben wir anhand von Videosequenzen.

Rassenkunde
Weit über 300 verschiedene Rassen gibt es inzwischen. Jede dieser Rassen wurde ursprünglich auf bestimmte Verhaltensweisen selektiert und als Helfer des Menschen bei mannigfaltigsten Tätigkeiten eingesetzt. Aufgrund dieser Herkunft gibt es oft rassetypische Verhaltensweisen, die für unsere heutige Haltungsform als Familienhunde Schwierigkeiten mit sich bringen und auch regelmäßig besondere Anforderungen an ein angemessenes Training stellen.

Problemverhalten und Lösungsmöglichkeiten im Training – Teil 1 und 2
An insgesamt zwei Seminartagen werden die populärsten Hilfsmittel theoretisch vorgestellt und über Vor- und Nachteile diskutiert. Es wird erläutert, wie die diversen Hilfsmittel funktionieren und auf welche Weise sie wirken. Es wird auf die Tierschutzrelevanz diverser populärer Hilfsmittels hingewiesen. Es wird über alle möglicherweise im Training vorkommenden Probleme gesprochen und anhand von Fallbeispielen erarbeiten die Teilnehmer erste Lösungsmöglichkeiten. Des Weiteren werden das sinnvolle gestalten von Trainingsplänen für Kunden und die Organisation von Gruppenunterricht vermittelt. Hier beschäftigen wir uns mit der Planung einer Gruppenstunde. Beim Gruppentraining besteht die erhöhte Schwierigkeit darin, mit mehreren Personen und Hunden gleichzeitig zu arbeiten. Wie schafft man es, trotzdem individuell auf jedes einzelne Mensch-Hund-Team einzugehen?

Die Ernährung des Hundes
Der Hund als Allesfresser? Oder als Fleischfresser? Vorstellung der verschiedenen Futtermittel z.B. Trockenfutter, Nassfutter, Rohfutter, Welpenfutter / Auf welche Inhaltsstoffe kommt es an? Worauf kann/sollte man bei der Fütterung achten und welche Auswirkung kann ein „falsches“ Futter auf das Verhalten und auf die körperliche Entwicklung des Hundes haben?

Aufbau und Organisation von Welpen- und Junghundegruppen
Für den Aufbau einer eigenen Hundeschule ist die sinnvolle Planung der angebotenen Kurse wichtig. Wir geben hierbei Hilfestellung bei der Erstellung von Trainingsplänen für Gruppenkurse und entwickeln gemeinsam Trainingsideen zur Gestaltung von altersgerechten Unterrichtsstunden für Welpen und Junghunde. Wir machen auf die Risiken aufmerksam. Wertvolle Welpen-Erziehungsgruppen, mit wirklich wohldurchdachten und individuell ausgewählten Hundekontakten, gehören nach unserer Auffassung ausschließlich in die Hände von gut ausgebildeten Fachleuten.

Beschäftigungsmöglichkeiten für den Familienhund
Heutzutage weiß fast jeder Hundebesitzer, wie wichtig es ist, den Hund genügend auszulasten. Für angehende Hundetrainer ist es wichtig, einen Überblick über die vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten zu haben, um Kunden entsprechend beraten zu können. Wir diskutieren über den Sinn und Unsinn von diversen modernen Hundesportarten.

Schwierigkeiten mit Kunden im Training / Der Kunde im Fokus
Welche Schwierigkeiten könnten beim Kunden entstehen? Wie findet man den richtigen Weg für Hund UND Mensch? „Die Arbeit mit Hunden liegt uns Hundetrainern im Blut, und Erziehung ist auch immer Beziehung. Aber wie sieht es da eigentlich mit dem anderen Ende der Leine aus? Welche Beziehung haben wir zum Kunden? Wie schaffen wir eine Balance aus nötiger Nähe und Distanz? Ein adäquates Verhältnis zu Herrchen oder Frauchen ermöglicht uns eine Basis für die Arbeit mit dem Vierbeiner und spielt daher eine wichtige Rolle bei der Realisierung von Therapie- oder Trainingszielen, denn ohne das andere Ende der Leine geht es eben nicht. Wie kann Vertrauen entstehen und was mache ich, wenn man sich “nicht grün” ist? Diese und viele andere Fragen werden an diesem Abend besprochen.“

Organisation und Aufbau einer Hundeschule
Der Erfolg der eigenen Hundeschule hängt maßgeblich von einer professionellen Außendarstellung und einer guten Organisation ab. Auch der betriebs-wirtschaftliche Anteil beim Aufbau einer Hundeschule sollte nicht unterschätzt werden. Wir geben Tipps bei der Planung einer Selbstständigkeit. Welcher Genehmigungen und Versicherungen bedarf es? Auch das Ansprechen der geeigneten Zielgruppe und die Marketingstrategie sollte vorab gut überlegt werden. Ausführliche Ergänzung über die Pflichtlektüre „Das Unternehmen Hund“

Der Hund im Recht
Hier beschäftigen wir uns mit der Einführung in die Rechtsgrundlagen. Z.B.: Tierschutzgesetz, Tierschutz-Hundeverordnung, StVO, BGB, bundes-und landesrechtliche Regelungen zu gefährlichen Hunden und der Hund im Privatrecht.

Biologie Hund – Entwicklung vom Welpen zum Hundesenior, Anatomie, Physiologie und Pathologie Fortpflanzung
(im Selbststudium/ Pflichtlektüre) Als Basiswissen über Hunde gehört dieses Thema für Hundetrainer zwingend dazu. Besonders wichtig hierbei sind die verschiedenen Entwicklungsphasen des Hundes (vom Welpen zum Hundesenior) und die gesundheitlichen Probleme, die in den einzelnen Zeitabschnitten auftreten können. Es ist unbedingt erforderlich, als Hundetrainer, die mentale Reife eines Hundes gut einschätzen zu können, um Über- und Unterforderungen im Training vorzubeugen.

Verhaltensbiologie/ Neuropsychologie
(im Selbststudium/Pflichtlektüre) Insgesamt drei hochwertige Fachbücher gehören zur Pflichtlektüre der angehenden Hundetrainer. Ein Thema an dem kein Hundetrainer vorbeikommt. Das Wissen über die Auswirkungen von Hormonen auf das Verhalten und Lernvermögen von Hunden ist wichtig für jeden qualifizierten Hundetrainer.